VgV-Verfahren
Zuschlag
2026

Visualisierung:
Dömges Architekten AG

nächstes Projekt

Besucherservicezentrum an der Walhalla Donaustauf

VGV-Verfahren für das geplante Besucherservicezentrum an der Walhalla in Donaustauf

Unser Ansatz – Leitidee & städtebauliche Einbindung
Ziel des Entwurfs ist es, ein leistungsfähiges Besucherservicezentrum zu schaffen, ohne das denkmalgeschützte Erscheinungsbild der Walhalla oder ihre landschaftliche Wirkung zu beeinträchtigen. Der Neubau versteht sich als dienende Infrastruktur, die den Besuch organisiert und räumlich vorbereitet, ohne in Konkurrenz zum Denkmal zu treten.
Die Positionierung nördlich der Walhalla entlang der bestehenden Wege-Schleife wahrt eine angemessene Distanz zum Denkmal und erhält dessen landschaftliche Dominanz. Vegetation und Topographie verhindern direkte Sichtbeziehungen zum Tempel. Gleichzeitig ermöglicht der Standort eine klare Besucherführung vom Parkplatz über das Servicezentrum zur Walhalla. Der bisherige problematische Waldzugang kann entfallen und durch eine dem historischen Kontext angemessene Wegeführung ersetzt werden.

Baukörper & funktionale Organisation
Der Neubau ist als kompakter, leicht gekrümmter Baukörper konzipiert, dessen Geometrie aus Wegeführung und Hangkante entwickelt ist. Die Konstruktion folgt einem hybriden Prinzip: ein massiv ausgeführtes Untergeschoss für Technik- und Betriebsfunktionen sowie ein Holz-Glas-Erdgeschoss für öffentliche Nutzung.
Die Erdgeschossflächen umfassen Ticketverkauf, Information, Shop, museumspädagogische Räume sowie Gastronomie mit zurückhaltend orientiertem Freisitz. Ein überdachter Sammel- und Wartebereich strukturiert den Übergang vom Ankommen zum Weiterweg zur Walhalla.
Die Untergeschosse bündeln Infrastruktur, Sanitärbereiche, Werkstätten, Garagen und Lagerräume des Betriebshofs. Dank Hanglage ist eine ebenerdige Anlieferung möglich, sodass betriebliche Abläufe vollständig vom Besucherverkehr getrennt werden.

Besucherführung & Barrierefreiheit
Die Besucherführung ist klar strukturiert und vermeidet Überschneidungen zwischen Besucher- und Betriebsverkehr. Wegebeziehungen und Sichtachsen sind eindeutig ausgebildet. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche entsprechen den Anforderungen der DIN 18040-1 und gewährleisten barrierefreien Zugang.

Materialität, Technik & Nachhaltigkeit
Die Gestaltung ist bewusst zurückhaltend. Natürliche, langlebige Materialien prägen das Erscheinungsbild, öffenbare Verglasungen im Erdgeschoss sorgen für Transparenz und Orientierung. Die Freianlagen unterstützen die landschaftliche Einbindung.
Der Neubau ist im Passivhausstandard konzipiert und PHPP-zertifizierbar. Wärmeversorgung erfolgt regenerativ, das Gebäude kann als Energiebaustein für weitere Bestandsbauten dienen. Die Technik ist auf Langlebigkeit und Wartungsarmut ausgelegt; natürliche Querlüftung ergänzt mechanische Systeme.